Bajuwarenmuseum

 

Ein Besuch im Bajuwarenmuseum Waging am See versetzt uns in eine völlig fremde Zeit vor 1500 Jahren. Als nach dem Abzug der Römer germanische Stämme in die Region des ehemaligen Salzachgletschers zwischen Waginger See und Mattsee einwanderten und gemeinsam mit der keltoromanischen Restbevölkerung den Stamm der Bajuwaren bildeten, entstand eine neue Welt, die Welt unserer Vorfahren.

 

Bajuwaren Fibel

Die reichen Funde der Ausgrabungen der bajuwarischen Reihengräberfelder in Waging und Petting brachten überraschende Erkenntnisse über das Leben der Bajuwaren. So kann im Bajuwarenmuseum ein repräsentativer Überblick über das Leben im frühen Mittelalter in der Region Salzburg gewonnen werden.

 

In vierzehn Stationen werden die beiden bajuwarischen Jahrhunderte von der Einwanderung bis zur Christianisierung gezeigt, dabei wurde besonderer Wert auf die didaktische Aufbereitung und verständliche Darstellung gelegt. Nach der Einführung in das frühe Mittelalter wird die Grabung in Waging in einer Inszenierung geboten. Der unglaublich reiche Schmuck der Frauen ist der Schwerpunkt im 6. Jahrhundert, ebenso wie die Rekonstruktion bajuwarischen Stoffes und der Tragweise der Fibeln. Die Tracht des Mannes wird im 7. Jahrhundert besonders hervorgehoben, vor allem die Gürtelgarnituren, sowie die damaszierten Waffen. Weitere Abteilungen sind der Einwanderung und Stammesbildung, dem Glauben, den Amuletten sowie Siedlung und Wirtschaft gewidmet.

 

Museum und Geschichte erleben

Frauenraub

Alle Aktivitäten beginnen mit einer auf das Thema abgestellten Führung; anschließend wird dann versucht, das Leben der Bajuwaren erfahrbar zu machen. Themenschwerpunkte sind: Stoffherstellung (von der Pflanze bis zur fertigen Tracht), Knochen- und Hornschneiden, Töpfern, Feuermachen, Bogenbauen, Schmuckherstellung und Waffenherstellung, aber auch "Wir suchen unser Essen!", "Wie haben Bajuwarenkinder gelernt?", oder "Bajuwarischer Jahresrhythmus.". Dabei soll vor allem die ganz andere Art der Alltagsbewältigung ohne Supermarkt, Technik und Spezialistentum vermittelt werden.

 

Als Arbeitsmaterialien stehen vor allem die "originalen" Werkstoffe (Lein, Knochen, Horn etc.) zur Verfügung, natürlich begleitet von Fragebögen, schriftlichen Arbeitsunterlagen und einschlägiger Literatur. Schulen können sich auch Videofilme über die Bajuwaren ausleihen.


Die bajuwarische Keramik.

Modell eines bajuwarischen Wohnhauses.
Goldblattkreuz

Anschrift:

Bajuwarenmuseum

Waging am See

Salzburger Straße 32

83329 Waging am See

 

Auskunft und Anmeldung:

Telefon +49 8681 45870 oder 313

Telefax +49 8681 9676

 

Öffnungszeiten:

Osterferien; Pfingsten–Mitte September

täglich 10.00–16.00 Uhr

Besuch des Museums während der regulären Öffnungszeiten der Tourist Information (Mo - Fr) ganzjährig möglich.

 

Führungen auf telefonische Anmeldung jederzeit möglich!